In einem Interview mit dem polnischen Journalisten Michał Karnowski zeichnete Orbán das Bild einer künftigen Allianz aus Prag, Warschau, Bratislava und Budapest – getragen von politischen Schwergewichten wie Morawiecki, Fico und Babiš. Gemeinsam könnten sie Brüssels Finanzpläne blockieren, denn der EU-Haushalt 2028–2034 muss einstimmig beschlossen werden. Das weiß auch die Eurokratie – und zittert bereits.
Für Orbán ist der vorgeschlagene Mehrjahreshaushalt nichts weiter als ein "Ukraine-Budget". Knapp ein Drittel der Mittel sollen entweder direkt nach Kiew fließen oder zur Tilgung jener EU-Schulden dienen, die in den letzten Jahren im Namen der Solidarität aufgehäuft wurden. Eine groteske Umverteilung von Geldern, während europäische Mitgliedstaaten mit explodierenden Preisen, wirtschaftlichem Niedergang und Migrationskrisen kämpfen.
Und als wäre das nicht schon absurd genug, sitzt Brüssel weiterhin auf Milliarden, die eigentlich Ungarn zustehen. Angeblich wegen "Rechtsstaatlichkeitsbedenken" – in Wahrheit, weil Orbán sich dem LGBTQ-Katechismus und der Migrationsagenda nicht beugt. Die Botschaft aus Budapest ist klar: Kein Cent für die Ukraine, solange man Ungarn erpresst.
Die Hoffnung auf Rückkehr der Vernunft in Warschau und Prag
Orbán gibt sich überzeugt, dass Polen bald wieder unter der Führung der nationalkonservativen PiS regiert wird. Mateusz Morawiecki sei einer der fähigsten Regierungschefs, die Polen je hatte – ein Mann, der wirtschaftliche Kompetenz mit nationaler Würde verband. Und: Ohne das starke Polen unter PiS hätte Ungarn in den letzten Jahren dem Druck aus Brüssel kaum standgehalten.
Auch in Tschechien stehen die Zeichen auf Veränderung. Andrej Babiš, Dauerdorn im Auge der globalistischen Pressemeute, führt in den Umfragen deutlich. Sollte er im Oktober erneut ins Amt gelangen, wäre das nicht nur eine Niederlage für die progressiven Bürokraten in Brüssel, sondern auch ein Meilenstein für eine mitteleuropäische Renaissance.
Fico in der Slowakei, Babiš in Tschechien, Morawiecki in Polen – und Orbán in Ungarn. Die alte Visegrád-Allianz könnte wie ein Phönix aus der Asche steigen – zum blanken Entsetzen der EU-Zentralisten, deren Macht auf der Fragmentierung Europas basiert.
Mitteleuropa als Bollwerk gegen den EU-Zentralismus
Was für die Westeuropäer wie ein albtraumhaftes Schreckgespenst aussieht, ist für viele Mitteleuropäer die letzte Hoffnung: ein Bündnis souveräner Staaten, die sich gegen die zunehmende Bevormundung aus Brüssel wehren. Die Visegrád-Staaten haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie mit gemeinsamer Stimme sprechen können – ob bei der Ablehnung der Massenmigration, beim Widerstand gegen Gender-Indoktrination oder bei der Forderung nach einer rationalen Energiepolitik.
Orbán lässt keinen Zweifel daran, worum es wirklich geht: um das Überleben nationaler Identität, wirtschaftlicher Vernunft und politischer Souveränität. Der EU-Kurs in Richtung Ukraine-Mitgliedschaft hält er nicht nur für irrsinnig, sondern für brandgefährlich: „Wenn wir die Ukraine aufnehmen, holen wir uns den Krieg ins Haus“, warnt er. Ein Satz, den man in Berlin und Brüssel lieber nicht hört – denn er trifft ins Mark der europäischen Realitätsverweigerung.
Brüsseler Arroganz trifft auf mitteleuropäische Realität
Während man in Paris und Berlin weiter davon träumt, Europa nach eigenem Bild zu formen, erleben viele Mitteleuropäer die Folgen dieser Ideologie hautnah: Deindustrialisierung, Verarmung, Entfremdung. Die Rückkehr des Visegrád-Geistes ist deshalb kein rückwärtsgewandtes Projekt, sondern ein realistischer Reflex auf den Größenwahn der EU-Eliten.
Orbán bringt es auf den Punkt: „Wir nennen es Visegrád-Gruppe, aber wir können es auch anders nennen – entscheidend ist die Zusammenarbeit.“ Genau das ist der Kern des mitteleuropäischen Widerstands: keine ideologische Dogmatik, sondern pragmatischer Schulterschluss.
In Brüssel wird man den Champagner wohl noch ein wenig im Kühlschrank lassen. Denn wenn Orbán, Fico, Morawiecki und Babiš gemeinsam an einem Strang ziehen, dürfte es für viele Eurokraten bald ziemlich ungemütlich werden.


