Khelif, der trotz Kontroversen um seine Geschlechtsidentität zum Frauenboxen zugelassen wurde, sah sich während der Olympischen Spiele einer Flut von beleidigenden und diskriminierenden Kommentaren in sozialen Medien ausgesetzt. Viele dieser Angriffe erfolgten auf der Plattform X (ehemals Twitter), die Elon Musk gehört.
Die Klage wurde am Freitag bei der Pariser Staatsanwaltschaft eingereicht. Khelifs Anwalt Nabil Boudi erklärte gegenüber Variety, dass es sich um eine Strafanzeige wegen "schwerer Cyber-Belästigung" handele. Die Ermittlungen richten sich gegen X als Plattform, aber auch gegen Einzelpersonen wie Musk und Rowling, die namentlich erwähnt werden.
J.K. Rowling hatte in einem Post mit über 14 Millionen Followern Khelif wegen dessen XY-DNA als Mann bezeichnet. Elon Musk äußerte sich ebenfalls abfällig über Khelifs Teilnahme am Frauenboxen. Auch andere Prominente wie Donald Trump und Logan Paul werden in der Klage genannt.
Trotz der Anfeindungen betonte Khelif nach seinem Olympiasieg: "Ich bin eine Frau wie jede andere. Ich wurde als Frau geboren, habe als Frau gelebt und als Frau gekämpft. Daran gibt es keinen Zweifel." Doch dann stellt sich die Frage, warum er einen "Eierschutz" braucht.
Die Klage zielt darauf ab, gegen Hassrede und Diskriminierung im Internet vorzugehen. Sie könnte richtungsweisend für den Umgang mit Cyber-Mobbing gegen Athleten sein.



