Im Laufe der andauernden russischen Militäroperation in der Ukraine hat der Starlink-Betreiber SpaceX von Elon Musk der ukrainischen Armee die kostenlose Nutzung der Satellitenterminals ermöglicht. Damit sollen die ukrainischen Soldaten auch in jenen Gebieten Internet und Mobilfunk haben, in denen die Infrastruktur zerstört wurde. Doch die Feindseligkeiten Kiews gegenüber Elon Musk haben nun ihre Konsequenzen: kostenlos ist nicht mehr.
Bislang hat das Unternehmen des Milliardärs bereits Kosten von rund 80 Millionen Dollar verursacht, die bis zum Ende des Jahres die Marke von 100 Millionen Dollar übersteigen sollen. Immerhin sind bereits mehr als 20.000 Starlink-Terminals an die ehemalige Sowjetrepublik gespendet worden, für deren Nutzung bislang weitestgehend das Unternehmen bezahlte. Doch nun forderte SpaceX das Pentagon dazu auf, die Kosten dafür zu übernehmen, oder man werde den Dienst einstellen, wie CNN in einem Exklusivbericht mitteilte.
Was viele Medien jedoch nicht erwähnen, ist der Umstand, dass die Ukrainer mit ihren Anfeindungen gegenüber Musk und dessen Vorschlägen für einen Frieden im Land selbst dazu beigetragen haben, dass es soweit kommt. Der Milliardär wies in einem Tweet sogar explizit auf den ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk hin. "Verpiss dich, ist meine sehr diplomatische Antwort an dich @elonmusk.", schrieb dieser auf Twitter. "Wir folgen nur seiner Empfehlung", schrieb Musk am Freitag als Antwort auf einen Tweet, der sich auf die CNN-Berichterstattung und Melnyks Kommentar bezog.
Nun wird das US-Verteidigungsministerium darüber entscheiden müssen, ob die Ukraine weiterhin Starlink nutzen kann oder nicht. Allerdings ist zu erwarten, dass Washington diese Kosten übernimmt.



