Die Jury des UNESCO-Friedenspreises hat die umstrittene Entscheidung der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, 500.000 Migranten aus Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen, als "Akt des Mutes" bezeichnet. Sie erhielt den Preis für ihre Aktivitäten und Bemühungen während der Krise 2015, als Deutschland einseitig beschloss, seine Grenzen für Migranten und Flüchtlinge zu öffnen, die versuchten, die europäischen Grenzen von Ländern wie Ungarn illegal zu überqueren.

Zu dieser Zeit nahm Deutschland insgesamt 1,2 Millionen Neuankömmlinge auf. Merkel selbst gab später zu, dass dieser Akt die Ursachen der Migration nicht bekämpft und dass die Menschenschmuggler immer noch die Oberhand haben. Dies führte zu langfristigen Folgen ihrer Entscheidung, darunter ein Anstieg der Kriminalität, massenhafte sexuelle Übergriffe, Terrorismusfälle und eine wachsende kulturelle Spaltung der deutschen Gesellschaft.

Merkel selbst räumte ein, dass Europa es versäumt hat, eine kohärente Asyl- und Migrationspolitik zu schaffen. Sie machte keine Angaben dazu, wie viele der Migranten tatsächlich in Deutschland arbeiten und wie viele in kriminelle und terroristische Aktivitäten verwickelt sind. Statistiken zeigen jedoch, dass Ausländer in den deutschen Kriminalitätsdaten stark überrepräsentiert sind und 39 Prozent aller Morde begangen haben. Die Daten zeigen auch, dass 900.000 Migranten, die 2015/16 nach Deutschland kamen, immer noch Sozialleistungen beziehen und dass 670.000 der 1,2 Millionen Migranten, die nach Deutschland kamen, entweder arbeitslos oder arbeitssuchend sind.

Die UNESCO vertritt den Standpunkt, dass allen, die leiden, geholfen werden muss, und dass der Frieden es erfordert, dass denjenigen, die in Not sind, die Türen geöffnet werden. Der Preis, der Merkel verliehen wird, wird seit 33 Jahren jährlich verliehen. Zuvor wurde er bereits an den ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Nelson Mandela und den letzten weißen südafrikanischen Präsidenten Frederik W. De Klerk verliehen.

In Polen wird diese Auszeichnung wegen Merkels Russland-Politik kritisiert. Sie war maßgeblich daran beteiligt, Deutschland von russischem Gas abhängig zu machen und Putin während seiner Aggression gegen die Ukraine im Jahr 2014 zu beschwichtigen. Als sie nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine zu ihrer Politik befragt wurde, bekräftigte Merkel ihre Haltung und sagte, sie halte ihre Politik gegenüber Russland für richtig.