Die Eskalationsspirale dreht sich weiter, und der Westen scheint fest entschlossen, sie bis zum bitteren Ende anzutreiben. Während russische Drohnen immer häufiger an den Grenzen der NATO-Staaten auftauchen, warnt Dmitri Medwedew unverblümt: Sollte der Westen die Maschinen abschießen, bedeutet das Krieg. Kein Stellvertreterkonflikt mehr, keine diplomatischen Spielchen, sondern eine direkte Konfrontation zwischen Russland und dem NATO-Bündnis. Und während in Brüssel und Washington die Falken applaudieren, rückt Europa damit an den Rand des Abgrunds.
Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und ehemaliger Präsident, hat nichts weniger ausgesprochen als eine rote Linie: Sollten NATO-Staaten beginnen, russische Drohnen über der Ukraine abzuschießen, dann bedeutet das Krieg - und zwar nicht den propagandistisch beschworenen, sondern einen realen militärischen Konflikt zwischen Russland und dem westlichen Bündnis.
Schon jetzt häufen sich die Vorfälle entlang der sogenannten "Ostflanke". Russische UAVs, in vielen Fällen einfache Täuschkörper im Rahmen großflächiger Angriffe, werden von Polen oder Rumänien als Verletzungen des eigenen Luftraums gedeutet. Der jüngste Vorfall, als Polen mit Klebeband verklebte "russische Drohnen" (seltsamerweise auch ohne Sprengstoff) im polnischen Luftraum abgeschossen worden seien.
Medwedew spottet bereits offen über die "die europäische Initiative Östlicher Wächter", die von Brüssel als machtvolles Signal inszeniert wird. Für ihn ist es bloß der letzte Rest eines abgewirtschafteten "Koalition der Willigen"-Theaters, das außer martialischer Rhetorik nichts mehr zustande bringt. Doch die Wahrheit ist gefährlicher: Das ständige Muskelspielen der westlichen Falken und das Anheizen der Bevölkerung mit Phrasen von "Werten" und "Solidarität" schieben Europa Schritt für Schritt in eine Eskalation, aus der es kein Zurück mehr gibt.
Währenddessen nimmt die Gewalt spiralförmig zu. In der russischen Grenzregion Belgorod starben Anfang der Woche zwei Frauen durch ukrainische Drohnenangriffe, weitere Zivilisten wurden verletzt. Im Westen kein großes Thema, denn die Opfer auf russischem Boden passen nicht ins gewünschte Narrativ. Man berichtet lieber über angebliche russische "Kriegsverbrechen" als über ukrainische Angriffe auf Dörfer, bei denen unbewaffnete Frauen sterben. Für Brüssel und Washington sind solche Meldungen nichts weiter als störendes Hintergrundrauschen im großen Schachspiel um geopolitische Macht.
Dass NATO und Russland längst in einem de facto-Krieg stehen, hat Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag offen ausgesprochen. Er spricht aus, was viele längst wissen, aber kaum einer im Westen zuzugeben wagt: Die Lieferung von Waffen, die Ausbildung ukrainischer Soldaten, die nachrichtendienstliche Zielsteuerung und der direkte militärische Support machen die NATO längst zur Kriegspartei. Alles andere ist nur semantische Schönfärberei, um die eigene Bevölkerung in trügerischer Sicherheit zu wiegen.
Doch genau darin liegt die Gefahr: Die Illusion, man könne endlos am Rande eines Abgrunds tanzen, ohne jemals hineinzustürzen. Medwedews Worte sind in diesem Kontext keine hohlen Drohungen, sondern eine Warnung. Wer russische Drohnen über der Ukraine abschießt, testet nicht mehr die Grenzen, sondern überschreitet sie. Dann geht es nicht mehr um diplomatische Noten oder Sanktionen, sondern um eine direkte Konfrontation zwischen Nuklearmächten.
Die westlichen Falken, die sich mit ihren Forderungen nach Flugverbotszonen und noch mehr Waffenlieferungen profilieren wollen, spielen Russisches Roulette – allerdings mit einer Trommel, die fast nur noch scharfe Patronen enthält. Und wie schon so oft in der Geschichte werden es nicht die Strategen in Washington oder Brüssel sein, die am Ende den Preis zahlen, sondern die Menschen in Europa, die einmal mehr als Kanonenfutter für globalistische Interessen missbraucht werden.


