Der renommierte britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins wurde offenbar von Facebook gesperrt, nachdem er sich kritisch zur Teilnahme von Imane Khalif an Frauenboxwettbewerben bei den Olympischen Spielen geäußert hatte. Dawkins hatte auf Twitter erklärt, dass es Personen mit XY-Chromosomen wie Khalif nicht erlaubt sein sollte, im Boxen gegen Frauen anzutreten.
Kurz darauf wurde sein Facebook-Konto ohne Vorwarnung oder Begründung gelöscht. Dies wirft ernsthafte Fragen zur Meinungsfreiheit auf sozialen Plattformen auf. Kritiker sehen darin einen besorgniserregenden Akt der Zensur durch den Facebook-Mutterkonzern Meta.
"Mein gesamtes Facebook-Konto wurde gelöscht, offenbar weil ich auf Twitter die biologische Realität angesprochen habe", erklärte Dawkins. Er hatte lediglich wissenschaftliche Fakten zur Geschlechterdetermination beim Menschen dargelegt.
Viele Nutzer verteidigten Dawkins' Recht auf freie Meinungsäußerung. "Die Wahrheit wird auf Facebook nicht toleriert", kommentierte eine Userin. Andere kritisierten die intransparente Löschpraxis ohne Vorwarnung oder Begründung. Der Vorfall reiht sich ein in eine zunehmende Tendenz großer Tech-Konzerne, kontroverse Äußerungen zu zensieren. Kritiker warnen vor einer Einschränkung des öffentlichen Diskurses und fordern mehr Transparenz bei Moderationsentscheidungen.
Meta selbst hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Fall zeigt jedoch exemplarisch die Macht sozialer Plattformen, unliebsame Meinungen aus dem öffentlichen Raum zu verbannen - selbst wenn es sich um renommierte Wissenschaftler handelt, die lediglich biologische Fakten darlegen.



