"Russland und die Ukraine befinden sich an den Fronten in einer Pattsituation und müssen über ein Ende des Konflikts verhandeln", erklärte der langjährige Verbündete Russlands. Er warnte davor, dass eine Fortsetzung der Kämpfe zur vollständigen Zerstörung der Ukraine führen könnte.
Lukaschenko, der Russland im Krieg gegen die Ukraine unterstützt, forderte beide Seiten auf, ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Bisher lehnt die Ukraine Gespräche ab, solange russische Truppen ukrainisches Territorium besetzt halten.
Der weißrussische Machthaber äußerte sich besorgt über die jüngste Eskalation des Konflikts, insbesondere den ukrainischen Vorstoß in die russische Region Kursk. Nach ukrainischen Angaben soll dort eine wichtige Nachschubbrücke zerstört worden sein.
Lukaschenko warnte auch vor den Gefahren einer weiteren Ausweitung des Krieges. Er sieht nicht nur die Ukraine, sondern auch Russland und Belarus bedroht. Erst kürzlich hatte er Moskau um Sicherheitsgarantien für sein Land gebeten.
Beobachter sehen in Lukaschenkos Vorstoß den Versuch, sich als Vermittler zu positionieren. Bisher haben seine Aufrufe zu Verhandlungen jedoch wenig Wirkung gezeigt. Sowohl Kiew als auch Moskau setzen weiterhin auf militärische Erfolge, um ihre Verhandlungsposition zu stärken.
Der Krieg in der Ukraine dauert mittlerweile seit über zwei Jahren an und hat auf beiden Seiten zu schweren Verlusten geführt. Eine diplomatische Lösung scheint derzeit in weiter Ferne.


