Schon bevor er zum Nachfolger Jens Spahns (CDU) als Gesundheitsminister Deutschlands ernannt wurde, hat sich Karl Lauterbach (SPD) als Dauer-Alarmist und Panikverbreiter etabliert. Nun, in seiner neuen politischen Funktion, sieht er offensichtlich seine Mission darin, die Bundesrepublik in einem permanenten Pandemiezustand zu halten. Bei einem Treffen der privaten Krankenversicherungen hielt er eine Rede, dessen Quintessenz wohl den meisten Mainstreamern entgangen ist. Darin sagte er:
Wir werden [im Herbst] eine besondere Situation haben; wir erwarten auch eine starke Grippewelle und viele RSV-Infektionen. Das hat damit zu tun, dass die Immunität in den letzten Jahren abgenommen hat, weil die Eindämmungsmaßnahmen auch vor diesen anderen Infektionen geschützt haben, so dass sich dort ein Immunitätsdefizit aufgebaut hat, und dieses Immunitätsdefizit ist jetzt für die Welle, die uns bevorsteht, erheblich. Wir haben es also mit einer neuen Welle von Covid zu tun, wir haben es mit einer Grippewelle zu tun und wir haben es mit RSV zu tun. Man könnte sagen, dass RSV in erster Linie Kinder betrifft - nun, wenn man dieses erhebliche Defizit an Immunität hat, dann ist RSV auch für ältere Menschen gefährlich. Auch damit müssen wir uns befassen. Wir müssen auch diejenigen schützen, die Autoimmunprobleme haben, und diese Autoimmunprobleme bedeuten, dass die Impfung zwar funktioniert, aber nicht so gut, und dafür brauchen wir spezielle Impfstrategien, wir brauchen spezielle Schutzstrategien ...
Er ist es nur aus zwei Gründen wert, zitiert zu werden. Der weniger wichtige Grund ist die Tatsache, dass er Moderna bei der Vermarktung ihres kombinierten Dreifach-Impfstoffs gegen RSV, Corona und Grippe, der sich derzeit in der Entwicklung befindet, nicht gerade subtil unterstützt. Von nun an wird das Virus, das wir im Herbst fürchten müssen, immer das Virus sein, gegen das die Pharmakonzerne uns mit ihren experimentellen Vakzinen zu impfen hoffen.
Der springende Punkt ist jedoch, dass seine Äußerungen die totale Zirkularität des Pandemiemanagements offenbaren. Das Problem besteht nun darin, dass unsere Maßnahmen ein bevölkerungsweites Immunitätsdefizit verursacht haben, für das es keine andere Lösung gibt als eine Fortsetzung der Maßnahmen. Wir sind so weit in diese Farce hineingeraten, dass sogar Lauterbach öffentlich verkünden kann, dass die Beschränkungen zu ihrer eigenen Ursache geworden sind, zu einem sich selbst erhaltenden Selbstzweck, und niemand blinzelt auch nur und berichtet über sein bemerkenswertes Eingeständnis.



