via Freewestmedia

Wie die Zeitung La Repubblica am Donnerstag berichtete, wurde dieser Plan, der vom Außenministerium unter Beteiligung des Premierministers ausgearbeitet wurde, am Vortag vom italienischen Außenminister Luigi Di Maio dem UN-Generalsekretär António Guterres vorgelegt. Auch die Vertreter der G-7-Staaten wurden über die Initiative informiert.

Nach dem vorgelegten Fahrplan, so berichtet die Zeitung, soll in einem ersten Schritt ein vorübergehender Waffenstillstand erreicht werden, unter der Voraussetzung, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden können. Die Umsetzung des Plans soll von einem internationalen Vermittlungsteam überwacht werden, dem Länder wie Frankreich, Deutschland, Italien, die Türkei, die Vereinigten Staaten, China, Kanada, das Vereinigte Königreich, Polen und Israel angehören sollen, die bereits ihre Bereitschaft zur Teilnahme bekundet haben. Auf der Suche nach einem Ausweg aus der Krise werden internationale Organisationen, vor allem die UNO und die EU, um ihre Teilnahme gebeten.

In der zweiten Phase könnten internationale Verhandlungen über den Status der Ukraine aufgenommen werden, die deren Neutralität und Sicherheitsgarantien voraussetzen. Dieser Status sollte auch den ungehinderten Beitritt zur EU beinhalten. Um diese Ziele zu erreichen, könnte eine internationale Friedenskonferenz organisiert werden.

Außerdem sollte unter internationaler Vermittlung der "Territorialstreit" zwischen Russland und der Ukraine erörtert werden. Laut Repubblica beinhalten die von Rom formulierten Vorschläge die volle Autonomie der Krim und des Donbass mit Garantien für das Recht auf sprachliche und kulturelle Zugehörigkeit, die Einrichtung einer vollständigen Selbstverwaltung und unabhängige Sicherheit, jedoch unter Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine und der Behauptung ihrer international anerkannten Grenzen.

In der vierten Stufe wird ein multilaterales Abkommen über Frieden und Sicherheit in Europa angenommen, um die Beziehungen zwischen der EU und der Russischen Föderation zu regeln. Zu den vorrangigen Aufgaben gehören strategische Stabilität, Abrüstung und Rüstungskontrolle, Konfliktprävention und Maßnahmen zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens. Es sieht auch den vollständigen Abzug der russischen Truppen aus den besetzten Gebieten vor, an den die schrittweise Aufhebung der Sanktionen geknüpft wäre.