Dieses Ergebnis zeigt, dass nicht nur Experten und Medienbeobachter, sondern auch viele Bürger die Berichterstattung des ORF als tendenziös wahrnehmen. Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 4. bis 7. September mit 1000 Personen durchgeführt.
Die Umfrageergebnisse weisen darauf hin, dass fast ein Drittel der Befragten den ORF politisch eher links einordnet, während nur zehn Prozent ihn eher rechts sehen. Die Aussagen des ZiB-Moderators Armin Wolf werden als möglicher Hinweis darauf gewertet, dass der ORF politische Gründe haben könnte, nicht objektiv zu berichten. Wolf hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die FPÖ den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen wolle und später erklärt, dass die Ibiza-Affäre den ORF gerettet habe.
Eine weitere Erkenntnis aus der Umfrage ist, dass 67 Prozent der Befragten die neue ORF-Steuer ablehnen, was auf Unzufriedenheit mit der aktuellen Finanzierung des ORF hinweist.
Die Umfrage zeigt auch, dass der ORF politisch weiter links steht als die Mehrheit der Bürger. Trotzdem sollen alle Bürger, auch diejenigen, die sich nicht besonders für den ORF interessieren, das Programm finanzieren.
Es ist interessant festzustellen, dass immer mehr Länder in Europa Rundfunkgebühren abschaffen, und nur noch 37,5 Prozent der Länder in der European Broadcasting Union (EBU) solche Gebühren erheben. In Österreich hat die Diskussion über die Abschaffung der ORF-Steuer ebenfalls an Bedeutung gewonnen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion über die Finanzierung und Ausrichtung des ORF in Österreich und in anderen europäischen Ländern weiterentwickeln wird.



