Dirk Adams, seines Zeichens bis vor kurzem Justiz-, Konsumentenschutz- und Migrationsminister in Thüringen, hat seinen Job verloren. Doch nicht etwa, weil er sich irgendwelche politischen Verfehlungen hätte zuschulden kommen lassen – sondern weil er weiß und männlich ist. Im Gegensatz zu so manch anderen Spitzenpolitikern der Grünen kann Adams zudem eine abgeschlossene Berufsausbildung (Ingenieur) nachweisen und hat sogar noch einen Bachelor-Abschluss in Staatswissenschaften erworben. Dennoch hat seine eigene Partei beschlossen, ihn durch die Afrodeutsche Doreen Denstädt zu ersetzen. Denstädt, früher Rugby-Spielerin und Punk, machte einen Abschluss als Verwaltungswirtin und wurde später Polizistin. Obwohl sie weder eine juristische Ausbildung noch politische Erfahrung hat, soll sie im Februar die Nachfolge von Adams antreten. Ihre Qualifikation dafür: die Hautfarbe. Denn das reicht für die Grünen (und für den linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow) offensichtlich völlig aus. Denn Denstädt wird sich wohl ohnehin mehr um das Thema Migration als um die Justiz kümmern. Adams selbst räumt seinen Posten allerdings nicht freiwillig. “In der gegenwärtigen Situation kann ich dieser Bitte aus Verantwortung gegenüber meinem Ministerium nicht nachkommen”, schrieb Adams laut FAZ in einer persönlichen Erklärung. Er argumentierte, dass seine Abteilung derzeit mit einer “extrem anspruchsvollen Ankunftssituation” im Zusammenhang mit der Migrationskrise zu tun habe. Er verwies auch auf “wichtige Entscheidungen zum Generationswechsel” in der Justiz und “enorme Herausforderungen” im Verbraucherschutz. Der Ministerpräsident müsse ihn schon feuern. Und das geschah dann auch. https://twitter.com/Beatrix_vStorch/status/1612826354948444163?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1612826354948444163%7Ctwgr%5Ee701475c19ab96653ca7d103841c6109eb527416%7Ctwcon%5Es1_c10&ref_url=https%3A%2F%2Freport24.news%2F%3Fp%3D82632 Dieser antiweiße Rassismus und die offensichtliche Männerfeindlichkeit bei den Grünen sorgt unter anderem bei der AfD für massive Kritik. Doch aus den anderen Parteien hört man nichts Negatives über die diskriminierende Umbesetzung. Allerdings sollten sich weiße männliche Spitzenpolitiker bei den Grünen vielleicht langsam einmal Sorgen um ihre politische Zukunft machen. So zum Beispiel Robert Habeck oder Anton Hofreiter. Diese passen auch nicht ins Profil der weiblich-divers-bunt-multikulturellen Partei.