Die Versprechen der Politik klangen verlockend: Günstigere Energie, hunderttausende neue „grüne Jobs“ und eine Führungsrolle in Zukunftsindustrien. Über ein Jahrzehnt wurde der Bevölkerung eingeredet, dass die Umstellung auf eine klimaneutrale Wirtschaft sich mehrfach auszahlen würde. Doch die Realität sieht anders aus. Das OBR hat nun klargestellt, dass die Kosten für Net Zero in den kommenden zwanzig Jahren auf mindestens 800 Milliarden Pfund steigen werden – eine Summe, die das britische Staatsbudget sprengt.
Die britische Regierung kämpft bereits damit, vergleichsweise kleine Einsparungen im Sozialbereich durchzusetzen. Der Versuch, fünf Milliarden Pfund jährlich bei den Sozialausgaben zu kürzen, ist gescheitert. Gleichzeitig sind die Steuern auf ein Rekordniveau gestiegen, ohne dass die Wirtschaft davon profitiert hätte. Wie soll es da möglich sein, das 160-fache dieser Summe für Net Zero aufzubringen? Die Antwort ist klar: Es ist schlichtweg unmöglich.
Die OBR-Zahlen sind keine Panikmache von Klimaskeptikern, sondern spiegeln den Mainstream der politischen und wirtschaftlichen Elite wider. Dennoch offenbaren sie eine unbequeme Wahrheit: Die Kosten für die grüne Transformation sind nicht nur enorm, sondern könnten – wie bei anderen Großprojekten der britischen Regierung – noch deutlich höher ausfallen. Das Beispiel des Hochgeschwindigkeitszugs HS2 zeigt, wie schnell sich staatliche Projekte finanziell verselbstständigen. Experten warnen bereits, dass die tatsächlichen Kosten für Net Zero auf bis zu drei Billionen Pfund steigen könnten.
Die britische Politik hat sich in eine Sackgasse manövriert. Die Hoffnung, mit Steuererhöhungen und Subventionen eine grüne Wirtschaft zu schaffen, hat sich als Trugschluss erwiesen. Die jüngsten Steuererhöhungen in Höhe von 24 Milliarden Pfund haben die Wirtschaft abgewürgt, ohne nennenswerte Fortschritte bei der Finanzierung der ohnehin unsinnigen Klimaziele zu erzielen. Die Vorstellung, dass sich die grün-globalistische Utopie Net Zero „von selbst bezahlt“, ist endgültig widerlegt.


