Die Auswirkungen von Pandemieausfällen, die damit verbundenen Belastungen der Lieferkette und der Konflikt in der Ukraine richten im weltweiten Agrarsystem verheerende Schäden an. Die UNO warnt bereits davor, dass die Länder des Nahen Ostens an "Bruchstellen" stehen, da die Lebensmittelpreise Rekordhöhen erreichen, und letzte Woche begann die Rockefeller Foundation mit dem Countdown (etwa sechs Monate) bis zu einer "massiven, unmittelbaren Lebensmittelkrise".
Jetzt hat der CEO von Goya Foods, Bob Unanue, eine ähnliche Warnung ausgesprochen: "Wir stehen am Abgrund einer globalen Nahrungsmittelkrise". In einem Interview mit Maria Bartiromo von Fox Business sagte Unanue am Mittwoch: "Die Amerikaner werden den Gürtel enger schnallen und weniger konsumieren müssen", und antwortete damit auf ihre Frage nach einer möglichen Lebensmittelknappheitskrise.
Bartiromo stellte dann eine Reihe von Fragen, wie z. B. "Glauben Sie, dass es noch schlimmer wird?" und "Glauben Sie, dass die Lebensmittelpreise in diesem Jahr noch weiter steigen werden?" Unanue warnte daraufhin vor einem Ungleichgewicht in der weltweiten Nahrungsmittelproduktion und wies darauf hin, dass "die Landwirte das Doppelte für Düngemittel bezahlen, weniger anbauen und die Erträge geringer ausfallen werden."
Er sprach dann davon, dass "30 Prozent der weltweiten Weizenproduktion in der Ukraine nicht angebaut wird". Zudem warnte er: "Die globale Lebensmittelversorgungskette ist ein sehr enges Gleichgewicht. Wenn wir die Nahrungsmittelproduktion unterbrechen, werden wir eine Nahrungsmittelkrise bekommen, die die Preise in die Höhe treiben wird." Er fuhr fort: "Als reiches Land können wir uns teurere Lebensmittel leisten, aber andere Länder werden das nicht verkraften können", und deutete an, dass die USA als letztes betroffen sein werden.
Man sollte erwähnen, dass die Dominosteine bereits zu fallen beginnen, da Inflationsunruhen bereits zu sozioökonomischen Unruhen in Sir Lanka und Peru geführt haben. Länder in ganz Afrika und im Nahen Osten, von denen viele Lebensmittel importieren, erleben steigende Preise und drohende Engpässe. Das Interview von Unanue ist ein weiterer Beweis dafür, dass das weltweite Agrarsystem brüchig wird und sich Gewitterwolken zusammenbrauen.



