Die französische Regierung will russisches Öl ersetzen, indem sie die Rückkehr von sanktioniertem iranischem und venezolanischem Rohöl auf den Weltmarkt ermöglicht, berichtete "RT International" unter Berufung auf das Präsidentenbüro von Emmanuel Macron.
Auch sein ein vorgeschlagener Mechanismus zur Begrenzung des Ölpreises soll so breit wie möglich angelegt und nicht auf russische Exporte beschränkt werden, zitierte Reuters einen Beamten des Élysée-Palastes.
Die Erklärungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die G7-Staatengruppe, bestehend aus den USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und Japan, in Deutschland zusammentrafen, um zu erörtern, wie man den wirtschaftlichen Druck auf Russland erhöhrn könnre, in der Hoffnung, das Land zur Aufgabe seiner Militäraktion in der Ukraine zu bewegen.
Gegen den Iran, der über ein Viertel der Ölreserven im Nahen Osten verfügt, verhängten die USA und ihre Verbündeten wegen seines Atomprogramms bis dato ein fast vollständiges Wirtschaftsembargo. Teheran exportiert jedoch weiterhin sein Rohöl, wobei China der größte Abnehmer ist. Der iranische Präsident erklärte letzten Monat, dass sich die Ölexporte des Landes trotz der Sanktionen seit dem letzten Jahr verdoppelt haben.
Venezuela, das über die größten bekannten Ölreserven der Welt verfügt, steht seit über 15 Jahren unter US-Sanktionen. Die EU verhängte 2017 Beschränkungen gegen Caracas, weil sie sich Sorgen über den Zustand der Demokratie und der Menschenrechte in dem südamerikanischen Land machte.
Nach dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine im Februar und dem anschließenden Verbot von russischem Öl durch die USA und einem Teilembargo aus Europa deutete Washington jedoch an, dass es den wirtschaftlichen Druck auf Venezuela lockern könnte, was auch eine Erhöhung der Ölexporte einschließen würde.
Anfang dieses Monats unterzeichneten der Iran und Venezuela ein 20-jähriges Kooperationsabkommen, das sich unter anderem auf den Energiesektor, insbesondere auf Öl und Gas, bezieht.



