Seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat sich die bereits 2014 begonnene Eskalationsspirale in einer Weise weitergedreht, die inzwischen existenzielle wirtschaftliche Probleme verursacht. Wir sollten nicht vergessen, dass das westliche Bankensystem seit der Lehmann-Krise und der daraufhin folgenden Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 schon angeschlagen war und nur durch die massive Verschuldung der Staaten (zumindest vorübergehend) gerettet werden konnte.

Dann folgte die Corona-Krise, die Dank der politischen Zwangsmaßnahmen gestörte Lieferketten verursachte und viele Unternehmen entweder vernichtete, oder zumindest an den Rande des Ruins trieb. Zusammen mit den sukzessive verschärften Sanktionen gegen Russland - die mittlerweile nicht nur die industrielle Versorgung in Europa treffen, sondern auch die Versorgung mit Energie und Lebensmitteln bedrohen - sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt, der das ökonomische Fundament erschüttern lässt. Die Inflationsraten gehen zunehmend durch die Decke und immer mehr Menschen können sich die grundlegendste Versorgung mit Nahrung und Energie schlichtwegs einfach nicht mehr leisten.

Und wer ist Schuld daran? Natürlich Russland. So lautet das Narrativ der westlichen Politiker und Medien. Dass die ganze Sache etwas differenzierter ist, spielt hierbei keine Rolle. Ja, der Einmarsch stört die Versorgung mit Sonnenblumenöl, Weizen und Mais. Doch die hohen Energiepreise (Erdgas und Erdöl) sind hausgemacht. Die Europäer hätten günstiges Gas und Öl (zu Discountpreisen) haben können, wenn sie wie die Chinesen oder die Inder langfristige Verträge mit den Russen geschlossen hätten. Nun verdienen sich vor allem Spekulanten an den Spotmärkten und die Flüssiggashändler aus Übersee eine goldene Nase an den Europäern. Auch die Importstopps für russisches Öl in Europa treiben die Preise künstlich in die Höhe.

Wenn man sich all die Sanktionen und Strafmaßnahmen gegen Russland so ansieht, sollte man sich die Frage stellen, ob das alles nicht einfach von Anfang an so geplant war. Es ist doch bequem, wenn man für alles Unbill bereits einen passenden Sündenbock - nämlich Russland - präsentieren kann. Wo käme man auch hin, wenn man den Menschen sagen würde, dass all das nur dazu dient, den Boden für die "vierte industrielle Revolution" und den "Great Reset" der Davoser Crowd vorzubereiten. Auch wenn dies mittlerweile ohnehin schon ein "offenes Geheimnis" ist, ist sich die breite Masse der Bevölkerung doch gar nicht bewusst, wohin das alles führen soll. Umso schlimmer ist es, dass unsere Regierungen das einfach so mittragen und jeglicher Widerstand mit allen Mitteln desavouiert wird. Und natürlich spielen die Mainstreammedien (egal ob öffentlich-rechtlich oder Konzernmedien) das ganze Spiel auch noch brav mit. Kritik ist unerwünscht.

Und so schaut die breite Masse der Bevölkerung tatenlos dabei zu, wie die Politik mit Unterstützung der Medien alle propagandistischen Register zieht, um Russland zu verteufeln und sämtliche selbstzerstörerische Maßnahmen rechtzufertigen. Ähnlich wie schon bei den sinnlosen Covid-Lockdowns, die von den "Zeugen Coronas" als Notwendigkeit dargestellt wurden, obwohl sie sich rasch als völlig überzogene Maßnahmen herausstellten.

Und was wird das Ergebnis sein? Europäische Unternehmen geraten immer mehr ins taumeln und werden so zum günstigen Investitionsmaterial für die US-Konzerne, die nicht nur mit Unmengen an Dollars ausgestattet werden, sondern zudem noch vom schwachen Euro-Kurs profitieren. Da kann man schon ein paar Schnäppchen machen. Brzezinskis "Großes Schachbrett" (siehe die Analyse hier) kennt nicht nur Bauern wie die Ukraine, die man einfach opfert. Manchmal muss man in einer Hochrisikostrategie auch einen Springer oder eine Dame opfern, um den Gegner Matt zu setzen. In diesem Fall wären dies beispielsweise Deutschland oder die EU als Ganzes.