Wieder einmal steht er da, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, und fordert, was ihm seiner Meinung nach selbstverständlich zusteht: Geld. Genauer gesagt eine satte Milliarde Dollar – jeden Monat. Nicht etwa aus Washington, das sich unter Donald Trump zunehmend ziert, sondern direkt aus den Taschen der europäischen Steuerzahler. Die Botschaft ist klar: Europa soll der brave Zahlmeister bleiben, während Kiew weiter amerikanische Waffen kauft und den Krieg gegen Russland am Laufen hält. Dass man damit das eigene Land in Schutt und Asche legt und Millionen Menschen in die Flucht treibt, spielt offenbar keine Rolle, solange das Konto in Kiew gut gefüllt bleibt.
Dass Trump den direkten Geldhahn zudrehen will, ist kein Akt der Vernunft aus moralischer Einsicht, sondern schlicht ein geschickter Schachzug: Die USA liefern weiter ihre Waffen, nur bezahlen sollen die Europäer. So funktioniert das transatlantische Geschäftsmodell, bei dem Washington verdient und Brüssel blecht. In Kiew hat man die Zeichen sofort erkannt – und Selenskyj macht das, was er am besten kann: betteln und drohen. Mit Pathos vorgetragen, flankiert von norwegischen Regierungsvertretern, die als moralische Kulisse dienen, während die Kasse klingeln soll.
Die Heuchelei dabei ist atemberaubend. Während US-Vizepräsident JD Vance sogar einräumt, dass Moskau längst signifikante Zugeständnisse gemacht hat und die Maximalforderungen vom Anfang des Krieges vom Tisch sind, spielt Kiew die gleiche Platte weiter: Waffen, Geld, Garantien – alles bitte sofort und ohne Diskussion. Selbst wenn Russland längst die Bereitschaft signalisiert, über einen Sicherheitskompromiss zu sprechen, blockiert Selenskyj. Frieden passt nicht in seine Kalkulation, solange der Westen noch bereit ist, Milliarden zu überweisen und die Rüstungskonzerne in Übersee satte Gewinne einstreichen.
Doch die eigentliche Frage ist: Wie lange lassen sich die Europäer noch in diese Rolle des Dauer-Zahlmeisters drängen? Schon jetzt sind Haushalte in Deutschland, Frankreich oder Italien aus den Fugen geraten, die Inflation frisst die Kaufkraft auf, und die Infrastruktur zerbröckelt. Doch statt die eigenen Probleme zu lösen, sollen Milliarden in ein korruptes Land fließen, dessen Präsident mittlerweile wie ein reisender Hofnarr durch die Welt zieht und mit grimmigem Gesicht seine Forderungen präsentiert. Immer schön moralisch aufgeladen, versteht sich – denn wer nicht zahlt, unterstützt angeblich Putin.
Die nächste Eskalationsstufe ist längst absehbar. Sollte Trump tatsächlich europäische Bodentruppen in die Ukraine schieben wollen, flankiert von amerikanischer Luftmacht, wird auch dieses Abenteuer wieder den Steuerzahler auf dem Kontinent treffen. Washington sichert sich die Profite, Moskau wird weiter provoziert, und Europa trägt die Kosten in Form von Geld, Migration und Instabilität. Es ist ein altbekanntes Spiel, bei dem die Bürger der EU-Länder immer die Verlierer sind. Und solange in Brüssel die politische Elite brav den Befehlston aus Übersee befolgt, bleibt Selenskyj mit seinen Milliardenforderungen auf der Gewinnerseite.
Die Realität ist: Dieser Krieg könnte längst beendet sein, wenn man auf Diplomatie statt Dauerfinanzierung setzen würde. Doch das passt weder ins Konzept der USA noch in das Machtstreben Kiews. Also wird weiter gebombt, weiter kassiert und weiter geheuchelt. Und die Europäer dürfen zahlen – als brave Zahlmeister eines Krieges, den sie weder begonnen haben noch gewinnen können.


