Das Wirtschaftswachstum in Ungarn wird in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 5 Prozent betragen. Diese Zahl wurde gegenüber den 3,6 Prozent revidiert, die ursprünglich in den von der Europäischen Kommission veröffentlichten offiziellen Prognosen geschätzt wurden.
Die EU-Exekutive hat ihre Prognose für die Leistung der ungarischen Wirtschaft verbessert und die Zahl von 3,6 Prozent auf 5,2 Prozent revidiert, schrieb der ungarische Finanzminister Mihály Varga in einem Beitrag, den er am Sonntag auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte.
Die von der Europäischen Kommission im Sommer 2022 veröffentlichte Wirtschaftsprognose zeigt auch, dass die ungarische Wirtschaft doppelt so schnell wachsen soll wie der EU-Durchschnitt. Denn für die Eurozone wird ein Wachstum von etwa 2,6 Prozent erwartet.
Laut Varga warnen die meisten Prognosen jedoch auch davor, dass der Krieg und die gescheiterten Sanktionen die europäische Wirtschaft bald in eine Rezession stürzen werden.
"Die Inflation (in der Eurozone) wird voraussichtlich im dritten Quartal 2022 in der Eurozone einen Höchststand von 8,4 Prozent im Jahresvergleich erreichen und von da an stetig zurückgehen und im letzten Quartal 2023 sowohl in der Eurozone als auch in der EU unter 3 Prozent fallen, da der Druck durch Angebotsengpässe und Rohstoffpreise nachlässt", so die Prognose.
"Die Ziele sind klar: Die ungarische Wirtschaft muss sich auch in dem sich verschlechternden Umfeld behaupten, die Stabilität muss erhalten bleiben, die Arbeitsplätze müssen geschützt werden und die Energieversorgung des Landes muss gesichert werden", schrieb Ungarns Finanzminister.
"Wir arbeiten daran, dass der Haushalt die notwendigen Mittel in vollem Umfang bereitstellt und die Staatsverschuldung und das Defizit reduziert werden", so Varga weiter.



