Während es noch vor wenigen Monaten hieß, dass die Karibik und die Vereinigten Staaten in diesem Jahr eine aktivere Hurricane-Saison erwarten dürfe, zeigen aktuelle Daten, dass dem nicht so ist. Die aktuelle Saison ist vergleichsweise ruhig, obwohl gerade der September üblicherweise den Höhepunkt der Hurricane-Saison darstellt. Dies bedeutet zumindest für die zentralamerikanische Region eine gewisse Entwarnung und auch die südöstlichen US-Bundesstaaten, die immer wieder von den gewaltigen tropischen Wirbelstürmen getroffen werden, dürfen wohl aufatmen. Wobei anzumerken ist, dass die Saison noch nicht vorbei ist und durchaus zerstörerische Wirbelstürme auftreten können.
Doch wie ein neuer Bericht verdeutlicht, verschlechtern sich die Winterprognosen für Europa. Für den alten Kontinent wurde bis vor kurzem noch erwartet, dass der Winter milder als üblich sein dürfte, was angesichts der herrschenden Energiekrise eine gute Nachricht wäre. Doch die aktuellen Daten sprechen demnach für einen langen und bitterkalten Winter. Ein solcher würde im Hinblick auf die beschränkten Gasreserven und die Probleme bei der Stromproduktion nicht nur zu massiven Blackouts führen, sondern auch zu unzähligen Kältetoten. Das aktuelle Muster entspreche demnach jenem, welches zum schneereichen Winter 2020/2011 führte.
Auch wenn langfristige Vorhersagen beim Wetter immer schwierig sind, können bestimmte Tendenzen bei den Großwetterlagen durchaus früh erkannt werden. Zwar rechnet die NOAA, die Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten, laut einem Medienbericht weiterhin mit einem milden Winter, doch dabei wurden wohl die aktuellen Wettermuster noch nicht berücksichtigt. Für die Menschen in Europa jedoch wäre es wünschenswert, wenn sich die NOAA-Prognosen bewahrheiten und es nicht zu einem langen, kalten Winter kommt. Denn kaum jemand dürfte für totale Blackouts gewappnet sein, die unter Umständen mehrere Tage andauern.



