Und diese Daten, die niemanden überraschen werden, der in den letzten zwei Jahren gelebt hat, zeichnen ein völlig anderes Bild als das, was die Medien behaupten. Omicron - das nach wie vor deutlich weniger gefährlich, aber übertragbarer zu sein scheint als frühere Covid-Varianten - wurde als Deckmantel für das Versagen des Impfstoffs benutzt.
Die meisten neuen Covid-Fälle in Dänemark treten bei Personen auf, die geimpft oder geboostet sind - und das gilt sowohl für Omicron als auch für frühere Varianten. Mehr als 76 Prozent der Covid-Infektionen in Dänemark, die nicht auf Omicron zurückzuführen sind, betreffen geimpfte Personen, ebenso wie etwa 90 Prozent der Omicron-Infektionen. Außerdem haben nur 25 der 561 Personen, die derzeit in Dänemark wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden, die Omicron-Variante. Die Dänen geben keine genaue Zahl der Patienten auf der Intensivstation mit Omicron an, sondern nur, dass es weniger als fünf sind.
Die vielleicht verblüffendste Tatsache über Omicron und Dänemark ist, dass sein Anstieg parallel zu einer deutlichen Verlangsamung des Anstiegs der dänischen Krankenhausaufenthalte und Intensivpatienten verläuft. Zwischen Mitte Oktober und Ende November, als die Dänen das Tal der glücklichen Impfungen verließen, verfünffachten sich diese Zahlen. Seitdem haben sie sich kaum noch bewegt und sind um etwa 20 Prozent gestiegen.
Dänische Covid-Krankenhausaufenthalte in den letzten drei Monaten: Beachten Sie, dass der Anstieg noch vor Omicron erfolgte.

Die dänischen Daten zeigen auch, dass Menschen mit Omicron seltener ins Krankenhaus eingeliefert werden als Menschen mit anderen Varianten und viel schneller wieder entlassen werden können - im Einklang mit den Berichten der südafrikanischen Gesundheitsbehörden. So meldeten die Dänen am Freitag, dass die Gesamtzahl der Krankenhauspatienten mit Omicron seit Beginn der Epidemie auf 77 gestiegen ist, 20 Patienten mehr als am Donnerstag.
Die Zahl der Omicron-Patienten, die sich derzeit in Krankenhäusern befinden, stieg jedoch zwischen Donnerstag und Freitag nur um acht, von 17 auf 25. Somit scheinen 12 der 17 Omicron-Patienten vom Donnerstag über Nacht entlassen worden zu sein. Im Vergleich zum Bericht vom Montag ist der Trend noch deutlicher. Die Zahl der Omicron-Fälle hat sich in etwa verdreifacht, die Zahl der stationär behandelten Personen hat sich jedoch kaum verändert, von 14 auf 25. (Quellen hier und hier)
Der einzige Grund zur Besorgnis bei den dänischen Daten ist, dass Omicron offenbar immer noch bevorzugt jüngere Menschen infiziert - allerdings nicht Menschen unter 15 Jahren, die eher ungeimpft sind.
Insgesamt bestätigen die Zahlen aus Dänemark jedoch weitgehend die aus Südafrika - und machen deutlich, dass der Grund für den massiven Anstieg der Fälle und Krankenhausaufenthalte in Europa in diesem Herbst nichts mit Omicron und alles mit dem Versagen des Impfstoffs zu tun hat.



