Aufgrund der hohen Energiepreise sind Massenunruhen und Gewalttaten mit dem Ziel des Sturzes der Regierung möglich, so der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer. "Massenproteste und Krawalle sind ebenso denkbar wie konkrete Gewalttaten gegen Sachen und Personen sowie klassischer Terrorismus mit dem Ziel des Umsturzes", sagte Kramer dem ZDF. Sogenannte legitime Proteste der Bevölkerung würden angeblich von Extremisten unterwandert, so der Beamte. Kramer zog einen Vergleich zu den Protesten gegen die Einschränkung der Grundrechte wegen der deutschen Covid-19-Politik.

Wir stehen vor der größten Krise, die das Land je erlebt hat, behauptet Rainer Dulger. "Im Gegensatz dazu war das, was wir bisher bei der Coronavirus-Pandemie in Form von gewalttätigen Auseinandersetzungen in sozialen Netzwerken, aber auch auf Straßen und Plätzen erlebt haben, wohl eher ein Kindergeburtstag", sagte er.

Die Strompreise haben sich in Deutschland bereits verdreifacht, und es wird erwartet, dass sie noch weiter steigen werden. Obwohl die Endverbraucher noch nicht mit den Rechnungen konfrontiert worden sind, wird erwartet, dass der kommende Herbst und Winter die deutschen Haushalte extrem belasten wird. Es wird erwartet, dass das Land unter Insolvenzen und Massenentlassungen leiden wird, was den sozialen Zusammenhalt gefährden könnte.

"Die Energiekrise kann zu einer hochemotionalen und existenziellen Krise führen, die weite Teile der Bevölkerung betreffen wird", so der Geheimdienstmitarbeiter der rot-rot-grünen Koalition in Thüringen weiter. Kramer schätzt die Stimmung in der Bevölkerung als explosiv ein.

"Aber nach der Pandemie und den Weltereignissen der letzten Monate haben wir es mit einer hochemotionalen, aggressiven, pessimistischen Stimmung in der Bevölkerung zu tun. Das Vertrauen in den Staat, seine Institutionen und politischen Akteure ist zumindest in Teilen mit erheblichen Zweifeln behaftet", so Kramer.

Ähnlich warnte Brandenburgs Verfassungsschutzchef Jörg Müller, dass "radikale politische Kräfte" die Energiekrise und die hohe Inflation ausnutzen könnten. Extremisten träumen von einem deutschen Winter der Wut, sagte Müller.

Deutschlands linke Regierung und die Medien des Landes haben die Proteste gegen Covid-19 effektiv auf ein Minimum reduziert, indem sie sie als "rechtsextrem" dargestellt haben. Auch wenn die Deutschen zu Recht über die wirtschaftliche Lage ihres Landes empört sind, kann das deutsche Establishment versuchen, solche Proteste ebenso als "rechtsextrem" darzustellen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die in der Vergangenheit für das Antifa-Magazin geschrieben hat, das von einer Organisation mit extremistischen Verbindungen finanziert wird, hat die Demonstranten aufgefordert, zu prüfen, mit wem sie protestieren. Sie behauptet, Rechtsextremisten würden Demonstrationen organisieren, um gegen den Staat vorzugehen. "Im Zweifelsfall kümmern sie sich nicht um die Pandemiemaßnahmen oder die Entwicklung der Energiepreise", sagte Faeser.