Zweiundvierzig Kinder im Alter von fünf bis 11 Jahren haben eine für Erwachsene bestimmte Dosis des experimentellen Impfstoffs gegen Covid-19 erhalten. Die Gesundheitsbehörden in Hannover haben behauptet, dass dies das Risiko von Nebenwirkungen nicht erhöhen sollte. Am Montag teilte ein Sprecher der Bezirksregierung Hannover mit, dass 42 Kinder in einem Impfzentrum im Zoo der Stadt Impfungen mit höheren Konzentrationen erhalten haben, die für Erwachsene bestimmt sind.

Die leitende Fachkraft des Gesundheitsamtes, Marlene Graf, sagte, die erhöhte Dosis sei unbedenklich und es seien keine gravierenden Folgen zu erwarten. "Nach unserem Kenntnisstand dürften sich mögliche Nebenwirkungen auf lokale Reaktionen und Fieber beschränken", erklärte sie. Und das, obwohl Studien belegen, dass das Risiko von Nebenwirkungen durch diese umstrittenen Vakzine bei Kindern höher ist als durch eine Covid-19-Erkrankung.

Graf erklärte, dass es aus medizinischer Sicht nicht notwendig sei, Kindern eine höhere Dosis des Impfstoffs zu verabreichen, dass dies aber keine negativen Auswirkungen auf ihre Immunität gegen Covid-19 haben würde. Dabei ignorieren die Behörden die Tatsache, dass eine natürliche Immunität durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich effektiver und langanhaltender ist als jene durch die experimentellen Vakzine.

Die Jungen und Mädchen erhielten die dreifache Dosis des für ihre Altersgruppe vorgesehenen Impfstoffs von Pfizer/BioNtech - 30 Mikrogramm anstelle von 10 Mikrogramm, wie deutsche Medien berichteten. Alle Eltern der betroffenen Kinder seien direkt von der regionalen Verwaltung informiert worden, sagte der Sprecher. Ihnen wurde ein ärztlicher Rat zur Verfügung gestellt. Regierungspräsident Steffen Krach sagte, der Fehler dürfe sich nicht wiederholen. "Auch wenn keine gravierenden gesundheitlichen Folgen zu erwarten sind, hätte so etwas nicht passieren dürfen", sagte er.