Die deutschen Importe aus Russland sind im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 45,8 % zurückgegangen, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamtes vom Montag hervorging.
In Geldwerten ausgedrückt stiegen die deutschen Käufe russischer Produkte jedoch um 10,2 % auf 2,9 Mrd. €, so die Daten.
Das Ungleichgewicht ist auf die steigenden Preise für Öl und Gas zurückzuführen. Der Wert der Energieeinfuhren aus Russland stieg den Daten zufolge um 1,6 % auf 1,4 Mrd. €, obwohl das Volumen der Käufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich geringer war.
Gleichzeitig gingen die deutschen Ausfuhren nach Russland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 56,8 % zurück.
Deutschland und andere EU-Länder bemühen sich, ihre Abhängigkeit von russischen Importen fossiler Brennstoffe zu verringern und haben ihre Bemühungen seit Ende Februar, als Moskau seine Militäroperation in der Ukraine begann, intensiviert.
Anfang dieses Monats berichtete das finnische Center for Research on Energy and Clean Air (CREA), dass mehr als die Hälfte der 158 Milliarden Euro, die Russland in den letzten sechs Monaten mit Öl- und Gasexporten eingenommen hat, von den EU-Ländern bezahlt wurden.
Berichten zufolge hat die EU seit Ende Februar 54 % aller russischen Energieexporte im Wert von rund 85 Mrd. EUR importiert.



