Deutschland festigt seine Position als größter Nettozahler der Europäischen Union. Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zahlte die Bundesrepublik im Jahr 2022 netto 19,7 Milliarden Euro mehr in den EU-Haushalt ein, als sie zurückerhielt.
Obwohl dieser Betrag leicht unter dem Vorjahreswert von 21,4 Milliarden Euro liegt, ist er deutlich höher als in den Jahren vor dem Brexit. Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2020 betrug Deutschlands Nettobeitrag 13,5 Milliarden Euro.
Auf Platz zwei der Nettozahler folgt Frankreich mit einem Nettobeitrag von 10,0 Milliarden Euro, gefolgt von Italien mit 3,9 Milliarden Euro. Polen ist mit 11,9 Milliarden Euro weiterhin der größte Nettoempfänger.
Gemessen am Bruttonationaleinkommen (BNI) trägt Deutschland mit 0,58 Prozent den höchsten Anteil bei. Es folgen die Niederlande (0,48%), Schweden (0,46%) sowie Frankreich und Dänemark (je 0,43%). Bei den Nettoempfängern führt Kroatien mit 3,08 Prozent des BNI die Liste an. Die Zahlen verdeutlichen Deutschlands zentrale Rolle bei der Finanzierung der Europäischen Union.


