Man muss schon lachen, wenn man die aktuelle Inszenierung aus Washington betrachtet. Während man daheim den Bürgern kein Wort mehr vom "Klimanotstand" erzählt, weil Präsident Trump den grünen Zirkus im Weißen Haus mit einem Federstrich beendet hat, machen sich dafür die europäischen Vasallen lächerlich, indem sie weiterhin Panikpropaganda betreiben und gleichzeitig jeden US-Raubzug abnicken. Unter dem schicken PR-Label "Operation Democratic Stability" soll das Land mit den größten Erdölreserven der Welt auf Linie gebracht werden. Nein, nicht Costa Rica, nicht Honduras, auch nicht die Karibikinseln. Es geht einzig und allein um Venezuela, das "Saudi-Arabien Lateinamerikas". Alles andere ist nur Theater.
Dass die US-Marine längst nicht mehr das unantastbare Machtinstrument ist, das sie einmal war, wissen alle Beteiligten. Russische Hyperschallraketen haben die stolzen Flugzeugträger faktisch zu schwimmenden Zielscheiben degradiert. Deshalb nun der Pivot nach Süden – dort, wo die Beute vermeintlich leichter erreichbar ist. Kanada wurde bereits durch den "Governor Trudeau"-Witz ins Visier genommen, Mexiko unter Druck gesetzt, Panama liegt wegen des Kanals im Fadenkreuz – und Venezuela ist der Hauptpreis. Und wie immer verkauft man das Ganze als "Kampf gegen Drogen" oder "Schutz der Demokratie". Dasselbe alte Lied, nur mit neuer Melodie.
Bereits 2020 setzte die US-Regierung ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar auf Nicolás Maduro aus. Offiziell wegen "Narco-Terrorismus". De facto war es die Ansage: "Dein Öl gehört uns." Dass ein amtierender (wenngleich auch umstrittener) Präsident eines souveränen Staates wie ein Drogendealer ausgeschrieben wird, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Doch die Amerikaner spielen dieses Spiel schon so lange, dass sie gar nicht mehr merken, wie grotesk es wirkt.
Maduro konterte mit schrillen Vorwürfen, deutete gar die Veröffentlichung der Epstein-Akten an und legte sich mit dem Lieblingsverbündeten Trumps an. Ob er dabei ernsthaft glaubt, er könne dem Imperium Paroli bieten, oder ob er nur auf Zeit spielt, sei dahingestellt. Fakt ist: Hinter der lauten Rhetorik stehen die gewaltigen 303 Milliarden Barrel Ölreserven, die größte bekannte Menge weltweit. Ein Schatz, der größer ist als Saudi-Arabiens Bestände, größer als die Ressourcen des halben Nahen Ostens zusammen. Und genau darum geht es. Der Rest ist nur Schminke.
Die Sanktionen, die Washington gegen Venezuela verhängte, haben das Land in den Abgrund getrieben. Milliardenverluste, zusammenbrechende Infrastruktur, massenhafte Flucht. Doch an den Schalthebeln in Washington kratzt das niemanden. Dort kalkuliert man, wie viele Bomben, wie viele Söldner und wie viele Pressekonferenzen nötig sein werden, um die Kontrolle über die Quellen zu erlangen. "Demokratieexport" nennen sie es. In Wahrheit ist es ein Raubzug mit Budgetfreigabe.
Interessant ist, dass während Trump und Maduro auf Social Media wie zwei Clowns in einem schlechten Zirkus ihre Beleidigungen austauschten, längst andere Spieler die Fäden ziehen. China hat bereits über eine Milliarde Dollar in venezolanische Ölfelder investiert. Über 90 Prozent der Exporte gehen nach Peking. Während die USA also noch überlegen, wie sie ihr Narrativ verkaufen, pumpen die Chinesen still und leise das Öl ab. Der große geopolitische Showdown ist also nicht "Trump gegen Maduro", sondern „Imperium gegen Emporkömmling“. Washington weiß, dass es dabei ins Hintertreffen geraten könnte.
Und nun die Pointe: Während Trump im eigenen Land die Klimahysterie beerdigt hat, überbieten sich in Brüssel, Berlin und Paris die Funktionäre darin, dem Volk weiterhin Märchen vom "Ende der Welt durch das CO2" einzubläuen. Dieselben Politiker, die heute jeden Liter Heizöl verteufeln, werden morgen ganz brav die nächste US-Intervention unterstützen, nur damit sie am globalen Tropf bleiben. Das ist die wahre Schizophrenie: Im Inland die Bürger mit Zwangsverordnungen knebeln, im Ausland Kriege um Öl abnicken.
Schaut man nebenbei auf die Wall Street, wird das Bild noch klarer. Der Energiesektor macht gerade einmal drei Prozent des S&P 500 aus. Die gesamte Branche ist weniger wert als ein Viertel von Nvidia. Für die Strategen in Washington ist das ein unhaltbarer Zustand. Man will den Energiesektor wieder aufblasen – und dafür braucht es Krieg, Chaos und billige Zugriffsmöglichkeiten. Venezuela ist der erste Dominostein.
Wer also glaubt, hier gehe es um Freiheit, Demokratie oder Menschenrechte, lebt im Märchenland. Was wir sehen, ist nichts anderes als ein mafiöser Streit zwischen Kartellen. Die Leidtragenden sind wie immer die einfachen Menschen, die weder Bomben noch Sanktionen bestellt haben, deren einzige "Schuld" es ist, auf einem der größten Schatztruhen der Welt zu sitzen.



