Obwohl der Euro 1999 zunächst in virtueller Form eingeführt wurde, jährt sich am 1. Januar der Tag, an dem viele Europäer zum ersten Mal die knackigen Scheine der neuen Währung in den Händen hielten. An diesem Tag wurde der Euro in 12 Mitgliedstaaten der Europäischen Union gesetzliches Zahlungsmittel. Die Deutsche Mark, der Franken, die Peseta und die italienische Lira - um nur einige zu nennen - verschwanden, und der von Frankfurt kontrollierte Euro kam.

Es war ein Tag, der von denjenigen gefeiert wurde, die seit vielen Jahren von einem föderalen Europa geträumt hatten. In der Tat war eine gemeinsame Währung das Herzstück des europäischen Projekts seit seinen Anfängen in den 1950er Jahren, auch wenn es viele Jahre lang auf Eis gelegt wurde. Die Erzföderalisten mussten bis zum Maastrichter Vertrag von 1992 warten, bis ihre Träume Wirklichkeit wurden. Mit diesem Vertrag, der beinahe eine britische Regierung zu Fall gebracht hätte, wurde die EU offiziell auf den Weg zur Währungsunion und zur Schaffung des Euro gebracht.

Die Bestimmungen sahen vor, dass ein Mitgliedstaat bestimmte wirtschaftliche Kriterien erfüllen musste, um der neuen Währung beitreten zu können. Die Kriterien wurden jedoch manipuliert oder in einigen Fällen ignoriert, was das Argument untermauerte, dass es bei der Währung immer mehr um Politik als um Wirtschaft ging. Eine der wichtigsten Komponenten der Kriterien war beispielsweise, dass ein Mitgliedstaat kein Haushaltsdefizit von mehr als 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufweisen durfte. Dennoch war es den Ländern erlaubt, an den Zahlen herumzudoktern, um sicherzustellen, dass sie der jungen Währung beitreten konnten.

Mein alter Chef, der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Europaabgeordnete Dr. John Whittaker, warnte 2006, dass die Mittelmeerstaaten durch ihre Mitgliedschaft im Euro in eine prekäre wirtschaftliche Lage geraten seien. Obwohl seine Warnungen in Brüssel abgetan wurden, hatte er recht. Als die Weltwirtschaft 2008 zusammenbrach, wurde die Wirtschaft insbesondere in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland dezimiert. Griechenland zum Beispiel sah sich in einer Währung gefangen, die seinen wirtschaftlichen Bedürfnissen nicht gerecht wurde. Die Arbeitskosten waren hoch, die Produktivität niedrig, die Verschuldung war zu hoch und der Euro-Wechselkurs machte das Land auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig.

Ich habe damals