In einem Viertel aller englischen Schulen sind weiße britische Kinder mittlerweile in der Minderheit. Diese enorme demografische Verschiebung geht aus aktuellen Daten des britischen Bildungsministeriums hervor, die von der Tageszeitung The Telegraph ausgewertet wurden. Die Zahlen offenbaren ein Bild tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, die besonders in den urbanen Zentren Englands deutlich sichtbar werden.
Die Schulzensus-Daten, die Anfang 2025 von mehr als 21.500 Bildungseinrichtungen im ganzen Land erhoben wurden, zeichnen ein klares Muster: In 72 englischen Schulen gibt es überhaupt keine weißen britischen Schüler mehr, während sie in 454 weiteren Schulen weniger als 2% der Schülerschaft ausmachen. An der Rockwood Academy in Birmingham wurde kein einziger der 1.084 Schüler als "weiß britisch" erfasst, während an der Loxford School im Londoner Stadtbezirk Redbridge nur 12 von 2.779 Schülern dieser demografischen Gruppe angehören.
Urbane Zentren als Brennpunkte des Wandels
Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung in Großstädten wie London, Birmingham, Manchester, Bradford und Leicester. In der Hauptstadt sind weiße britische Kinder mittlerweile in allen 32 Stadtbezirken in der Minderheit – mit Ausnahme von Bromley, wo sie noch 50,3% ausmachen. In den Bezirken Newham und Harrow liegt ihr Anteil bei nur noch 5% bzw. 7%, wie The Telegraph berichtet.
Diese Zahlen spiegeln einen breiteren demografischen Trend wider, der durch jahrzehntelange Einwanderungspolitik beschleunigt wurde. Der Politikwissenschaftler Professor Matt Goodwin von der Buckingham University prognostiziert in einer kürzlich veröffentlichten Studie, dass Menschen mit zwei weißen britischen Elternteilen bereits in den frühen 2060er Jahren eine Minderheit im Vereinigten Königreich darstellen werden. Seinen Berechnungen zufolge, die auf der Analyse von Migrations-, Geburten- und Sterberaten basieren, wird ihr Anteil von derzeit 73% auf etwa 33,7% bis zum Ende des Jahrhunderts sinken.
Gesellschaftliche Auswirkungen bereits spürbar
Die Auswirkungen dieser demografischen Transformation sind bereits im Bildungssystem erkennbar. Studien zeigen, dass weiße Arbeiterkinder im Durchschnitt 1,5 Notenpunkte schlechter abschneiden als ihre Altersgenossen. Bildungsministerin Bridget Phillipson räumte vergangene Woche ein, dass weiße Kinder aus der Arbeiterklasse "verraten" und "in der Gesellschaft zurückgelassen" wurden. Sie kündigte eine unabhängige Untersuchung an, die darauf abzielt, die Bildungsergebnisse dieser Gruppe zu verbessern.
Der GB News-Kommentator Alex Armstrong äußerte auf der Plattform X seine Bedenken: "Wie um alles in der Welt sollen tausende Kinder jemals in die britische Gesellschaft integriert werden, wenn sie nicht mit einem einzigen weißen britischen Kind in der Schule aufgewachsen sind?" Er fügte hinzu: "Mehrere Regierungen haben dieses Land im Stich gelassen."
Politische Dimension der demografischen Veränderung
Die demografischen Veränderungen haben auch eine politische Dimension. Goodwin, einst kritisch gegenüber dem Rechtspopulismus, unterstützt mittlerweile Nigel Farages Reform UK-Partei, die mit einer Anti-Masseneinwanderungs-Plattform Wahlkampf betreibt. Richard Tice, Abgeordneter von Reform UK, rief britische Menschen dazu auf, mehr Kinder zu bekommen, nachdem die demografischen Prognosen veröffentlicht wurden.
Goodwin betont, dass seine Vorhersagen "tiefgreifende Fragen zur Fähigkeit des britischen Staates aufwerfen, dieses Ausmaß an demografischem Wandel zu absorbieren und zu bewältigen." Er warnt, dass diese Entwicklungen mit Sicherheit "ein erhebliches Maß an Angst, Besorgnis und politischem Widerstand" bei vielen Wählern hervorrufen werden, was "angegangen werden muss, wenn das Vereinigte Königreich erhebliche politische Turbulenzen und Polarisierung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vermeiden will."
Kritiker argumentieren, dass aufeinanderfolgende Regierungen die langfristigen Folgen der Masseneinwanderungspolitik des Landes ignoriert haben, wodurch viele einheimische Bürger zurückgelassen wurden. Die Daten des Bildungsministeriums unterstreichen, dass der "Anteil der weißen Briten an der jungen Bevölkerung in vielen Gebieten rückläufig ist", wie The Telegraph feststellt.
Die Schulzensus-Daten bieten somit einen aufschlussreichen Einblick in die demografische Zukunft Großbritanniens und werfen wichtige Fragen zur gesellschaftlichen Entwicklung und Integration auf, die in den kommenden Jahren beantwortet werden müssen.



