Der chinesische Präsident Xi Jinping sagte seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in einem Telefongespräch am Mittwoch zu, dass Peking Moskau weiterhin in Fragen der "Souveränität und Sicherheit" unterstützen werde.

"China ist bereit, Russland in Fragen, die unsere Kerninteressen wie Souveränität und Sicherheit betreffen, weiterhin gegenseitige Unterstützung anzubieten, die strategische Koordination zwischen den beiden Ländern zu intensivieren und die Kommunikation und Koordination in wichtigen internationalen und regionalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, den BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit zu verstärken", wurde Xi von Chinas staatlichem Medienunternehmen CCTV zitiert.

In dem Telefongespräch, das auf den 69. Geburtstag von Xi fiel, stellten die beiden Staatsoberhäupter fest, dass die Beziehungen zwischen Russland und China "ein beispiellos hohes Niveau erreicht haben und sich ständig verbessern", so der Pressedienst des Kremls. Putin betonte, dass Moskau alle Versuche externer Kräfte ablehne, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen, wie etwa die Situation in Xinjiang, Hongkong und Taiwan, berichtete CCTV.

Zum Konflikt in der Ukraine merkte Xi nach Angaben der chinesischen Staatsmedien an, dass Peking stets unabhängige Urteile gefällt habe. Er rief alle Konfliktparteien dazu auf, eine friedliche Lösung zu finden, wobei die chinesische Führung bereit sei, eine konstruktive Rolle in diesem Prozess zu spielen. Es war das zweite Telefonat zwischen Putin und Xi, seit Russland am 24. Februar seine Offensive gegen die Ukraine gestartet hat.

Im Gegensatz zu den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada, der EU, Japan, Australien und mehreren anderen Staaten hat China wegen der Militäroperation in der Ukraine keine Sanktionen gegen Russland verhängt. Die chinesische Regierung hat zwar zum Frieden aufgerufen, aber auch Verständnis für die Sicherheitsbedenken Russlands geäußert und die Waffenlieferungen des Westens an Kiew verurteilt.

Ende Februar enthielt sich Peking bei der Abstimmung über eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, in der das Vorgehen des Kremls verurteilt wurde.

Washington hat versucht, Peking unter Druck zu setzen, damit es eine Position einnimmt, die mehr mit der des Westens übereinstimmt, obwohl China sich bisher geweigert hat, feindliche Maßnahmen gegenüber Russland zu ergreifen, das es als "strategischen Partner" bezeichnet.