Streiks in vier Raffinerien von TotalEnergies haben dazu geführt, dass die meisten der 3.500 Tankstellen des Unternehmens kein Benzin mehr haben, während Autofahrer in ganz Frankreich darum ringen, ihre Autos zu betanken. Die französische Regierung teilte am Freitag mit, dass 15 Prozent der Tankstellen des Landes von einem Mangel an einem oder allen Kraftstoffen betroffen sind. Sie betonte, dass das Problem nicht auf einen tatsächlichen Mangel zurückzuführen sei, sondern auf die starke Nachfrage an den TotalEnergies-Tankstellen aufgrund eines Rabatts von 20 Cent pro Liter; außerdem erwähnte sie, dass ein anhaltender Streik die Lieferketten beeinträchtigt habe. https://twitter.com/AZgeopolitics/status/1578846435130605568 Wie die französische Energieministerin Agnes Pannier-Runacher laut Reuters bestätigte, werden die strategischen Ölreserven wahrscheinlich am Wochenende genutzt. https://twitter.com/AutoPap/status/1578370586471936000 Sie rief die französischen Bürger auf, "zuversichtlich zu sein" und betonte, dass "über 80 Prozent der Tankstellen normal funktionieren". Allerdings räumte sie ein, dass es in einigen Regionen "erhebliche Versorgungsengpässe" gebe. https://twitter.com/AZgeopolitics/status/1578843287271534593 Die Regierung hat darauf reagiert, indem sie laut dem Nachrichtensender France24 den Zugang zu einigen Tankstellen exklusiv für wichtige Mitarbeiter wie Angehörige der Gesundheitsberufe freigibt. Verschiedenen Berichten zufolge haben Autofahrer, die in der Nähe von Belgien wohnen, die Grenze überquert, um ihre Tanks aufzufüllen. Reuters berichtete am Freitag, dass die meisten städtischen Tankstellen in der Umgebung von Paris "offenbar von Engpässen bei mindestens einer Kraftstoffsorte betroffen waren, wobei die meisten Dieselpumpen leer liefen", und dass sich bereits am Mittwoch lange Schlangen an den Zapfsäulen gebildet hatten. Es wird erwartet, dass der Arbeitskampf um die Löhne und Gehälter noch einige Zeit andauern wird, da TotalEnergies vor kurzem angekündigt hat, dass die Lohnverhandlungen im November beginnen werden. Die Gewerkschaft CGT rief ihre Mitglieder zum Streik in zwei Raffinerien und zwei Lagern des Energiekonzerns auf. Die aktuelle Lage in Frankreich bietet allerdings bereits einen Vorgeschmack darauf, was Europa im Zuge der Energiekrise noch erwartet. Insbesondere mit den Sanktionen gegen russisches Erdöl, die die Versorgungslage noch weiter verschärfen werden.