Bundestagsabgeordneter: Deutschland hat keine Alternativen zu russischem Gas
Berlins neuer LNG-Vertrag mit Katar wird bei weitem nicht ausreichen, um die Importe aus Moskau zu ersetzen.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Deutschland hat auch nach dem Lieferabkommen mit Katar keine Möglichkeit, russisches Erdgas vollständig zu ersetzen, warnte der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Energie, Klaus Ernst, am Dienstag.
Zuvor war ein langfristiges Energieabkommen bekannt gegeben worden, wonach der Golfstaat ab 2026 jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen Flüssigerdgas (LNG) nach Deutschland liefern wird. Der Vertrag soll eine Laufzeit von mindestens 15 Jahren haben.
"Die Bundesregierung feiert ihren LNG-Deal mit Katar und rühmt sich mit großen Zahlen. Tatsache ist, dass diese zwei Millionen Tonnen LNG drei Prozent des deutschen Gasverbrauchs entsprechen. Es gibt immer noch keine wirklichen Alternativen zu russischem Gas!", schrieb der Politiker der Partei Die Linke auf Twitter.
Laut Bloomberg entspricht der Deal mit Katar etwa 6 Prozent der Menge an russischem Gas, die Deutschland im Jahr 2021 importiert. Der Brennstoff wird von den Joint Ventures von ConocoPhillips in Katar stammen und an das im Bau befindliche schwimmende Importterminal Brunsbuttel geliefert werden.
Bloomberg gab an, dass die fünf von der deutschen Regierung gecharterten Importanlagen in den nächsten 10 bis 15 Jahren insgesamt 6,5 Milliarden Euro kosten werden. Außerdem ist ein privat gechartertes Terminal geplant. Sobald sie in Betrieb sind, können sie laut einer von Bloomberg zitierten Schätzung der Regierung etwa ein Drittel des derzeitigen deutschen Gasbedarfs decken.
Deutschland, die größte europäische Volkswirtschaft, ist hauptsächlich auf Erdgas angewiesen, um seine Industrie zu versorgen. Es hat sich verpflichtet, alle russischen Energieimporte bis Mitte 2024 zu ersetzen.


