Gazprom Germania war zuvor in Securing Energy for Europe (SEFE) umbenannt worden und wurde von der Bundesnetzagentur verwaltet, berichtet die Welt am Sonntag.
Inzwischen hat die neue Holdinggesellschaft einen ähnlichen Namen wie SEFE erhalten - Securing Energy for Europe Holding GmbH (SEEHG). Zu Geschäftsführern der neuen Holding wurden zwei Anwälte der Kanzlei CMS Hasche Sigle ernannt.
Gazprom Germania, eine Tochtergesellschaft des russischen Gaskonzerns Gazprom, betrieb früher einige der größten Erdgasspeicher des Landes. Das Unternehmen wurde im Rahmen der Ukraine-Sanktionen gegen Russland beschlagnahmt.
Im Juni berichtete Bloomberg, dass die deutsche Regierung plant, bis zu 10 Milliarden Euro (10,4 Milliarden Dollar) für die Rettung von Gazprom Germania bereitzustellen, das im April von der Energieaufsichtsbehörde des Landes beschlagnahmt worden war. Damals erklärte die Regulierungsbehörde, sie werde das Unternehmen im Interesse Deutschlands und Europas verwalten.
Als Reaktion auf die Beschlagnahmung stellte Gazprom die Gaslieferungen an das Unternehmen ein, die sich auf etwa 10 Milliarden Kubikmeter pro Tag beliefen, und am 11. Mai wurde Gazprom Germania von Russland mit Sanktionen belegt.
In der Folge wurde das Unternehmen von Handelspartnern gemieden und geriet in Liquiditätsschwierigkeiten, wodurch der Zusammenbruch wichtiger Gaseinzelhändler in Deutschland und im Vereinigten Königreich drohte.
Das deutsche Wirtschaftsministerium erklärte, dass ihm die Holdinggesellschaft bekannt sei und dass ihre Gründung eine Vorsichtsmaßnahme für etwaige Umstrukturierungsmaßnahmen sei.
"Es handelt sich um eine reine Vorsorgeeinrichtung, die derzeit nur als gesellschaftsrechtliche Hülle existiert", sagte ein Sprecher des Ministeriums der Welt am Sonntag.



