Der Chef der britischen Streitkräfte weist Gerüchte, wonach dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein "Attentat" drohen könnte, entschieden zurück. In einem Gespräch mit der BBC am Sonntag sagte Sir Tony Radakin: "Ich denke, dass einige dieser Kommentare, dass es ihm nicht gut gehe oder dass ihn jemand ermorden wolle, Wunschdenken sind."
Ukrainische und westliche Beamte verbreiten seit Jahren zudem Gerüchte über den angeblich schlechten Gesundheitszustand des russischen Staatschefs. Die Gerüchte verstärkten sich nach dem 24. Februar, als Russland eine spezielle Militäroperation in der Ukraine begann.
Die Geschichten stammten hauptsächlich von "ukrainischen Geheimdienstmitarbeitern", die einmal behaupteten, es habe einen Attentatsversuch auf den russischen Präsidenten gegeben. Diese Behauptung stieß selbst bei westlichen Beamten auf weitgehende Skepsis.
Der britische Top-Militär fügte hinzu: "Niemand an der Spitze [der russischen Regierung] hat die Motivation, Präsident Putin herauszufordern." Immerhin dürfte jedem in Moskau klar sein, dass ein solches erfolgreiches Attentat ganz Russland ins Chaos und in den totalen Zerfall führen würde.
Angriff auf die Krim soll Weltuntergangsszenario auslösen
Ebenfalls am Sonntag erklärte der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew, dass ein Angriff auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim, die 2014 für die Abspaltung von der Ukraine und den Anschluss an Russland gestimmt hatte, ein Weltuntergangsszenario auslösen würde.
Im Falle eines solchen Angriffs "wird der Tag des Jüngsten Gerichts sehr schnell und hart kommen. Es wird sehr schwer sein, sich zu verstecken", wurde er von der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS während einer Rede vor russischen Veteranen des Zweiten Weltkriegs zitiert.
"Wenn irgendein anderer Staat, sei es die Ukraine oder [das westliche Militärbündnis der] NATO-Länder, glaubt, dass die Krim nicht russisch ist, dann ist das eine systemische Bedrohung für uns", sagte er.
"Dies ist eine direkte und explizite Bedrohung, insbesondere angesichts dessen, was mit der Krim passiert ist. Die Krim ist zu Russland zurückgekehrt", sagte Medwedew, der jetzt stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates ist.



