Die BRICS-Staaten haben in einer am Donnerstag verabschiedeten gemeinsamen Erklärung eine "atomwaffenfreie Welt" gefordert. "Wir bekräftigen unser Engagement für eine atomwaffenfreie Welt und betonen unser starkes Engagement für die nukleare Abrüstung und unsere Unterstützung für die Arbeit zu diesem Thema während der Sitzung der Abrüstungskonferenz im Jahr 2022", heißt es in der Erklärung, berichtet "RT International".
Die Gruppe lobte auch eine gemeinsame Erklärung der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats (P5) - China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die USA - in der bekräftigt wird, dass ein "Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf". Die großen Atommächte haben in diesem Jahr ein seltenes Zeichen der Einigkeit gesetzt.
Darüber hinaus sprach sich die BRICS-Resolution für "Verhandlungen in bilateralen und multilateralen Formaten zur Lösung aller Fragen im Zusammenhang mit der koreanischen Halbinsel, einschließlich ihrer vollständigen Denuklearisierung" aus. Die Gruppe drängte auch darauf, "die iranische Atomfrage mit friedlichen und diplomatischen Mitteln zu lösen".
Der BRICS-Block - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - ist zu seinem 14. Gipfeltreffen zusammengekommen, das von China ausgerichtet wurde, das derzeit die rotierende Präsidentschaft innerhalb der Gruppe innehat. Die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten trafen sich am Donnerstag über eine Videoverbindung.
Putin schlägt Weg aus der Weltwirtschaftskrise vor
Die egoistischen Versuche des Westens, die ganze Welt für die eigenen Fehler verantwortlich zu machen, haben zu der globalen Wirtschaftskrise geführt, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstag per Videoschaltung auf dem 14. Gipfeltreffen der BRICS-Staaten.
"Nur auf der Grundlage einer ehrlichen und für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit ist es möglich, einen Ausweg aus dieser Krisensituation zu finden, die die Weltwirtschaft aufgrund der gedankenlosen und egoistischen Handlungen bestimmter Staaten erfasst hat", sagte Putin.
Der russische Staatschef betonte, dass die Führung der BRICS-Staaten heute mehr denn je erforderlich sei, um eine einheitliche Politik für die Gestaltung eines wirklich multipolaren Systems zwischenstaatlicher Beziehungen zu entwickeln, und dass diese auf den allgemein anerkannten Normen des Völkerrechts und den Grundprinzipien der UN-Charta beruhen solle.
Putin zufolge verfügen die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) über ein wirklich enormes politisches, wirtschaftliches, wissenschaftliches, technologisches und menschliches Potenzial. Ihr Einfluss auf der Weltbühne nimmt von Jahr zu Jahr zu, betonte er.
"Russland ist bereit, die enge und vielseitige Interaktion mit allen [BRICS-]Partnern weiter auszubauen und zur Stärkung seiner Rolle in internationalen Angelegenheiten beizutragen", versprach Putin.



