Die Bürger von Aue-Bad Schlema haben es längst gespürt: Ihre Sorgen um Sicherheit im eigenen Stadtgebiet wurden von der Politik in Dresden und Berlin ignoriert. Nun geschah das zuvor Undenkbare – im Stadtrat stimmten sowohl CDU als auch Linke einem Migrationsantrag zu, der ursprünglich von der vom mittlerweile als politisches Instrument des Establishments kritisierten Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Kleinpartei "Freie Sachsen" stammt. Die sogenannte "Brandmauer gegen rechts" existiert offenbar nur noch auf dem Papier.

Der Antrag, formal von der CDU-geführten Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Heinrich Kohl eingebracht, spricht aus, was viele Einwohner längst denken: Straffällige Asylbewerber sollten nicht mehr im Stadtgebiet untergebracht werden. Die Menschen vor Ort haben die Gewaltvorfälle unter Zuwanderern auf dem Postplatz im Stadtzentrum mit wachsender Besorgnis verfolgt. Während die einzige SPD-Vertreterin sich feige enthielt, stimmten CDU, Linke und AfD geschlossen für den Vorschlag.

Die Linke rudert nun zurück und bezeichnet ihr Abstimmungsverhalten als "Fehler" – ein durchsichtiges Manöver, nachdem der Wind aus der Parteizentrale zu wehen begann. Die lokale CDU hingegen steht zu ihrer Entscheidung und verteidigt die Interessen der eigenen Bevölkerung. Stadtrat Thomas Colditz bringt es auf den Punkt: "Für mich bleibt das Schlimmste der Imageverlust, den unsere Stadt durch dieses Problem auf dem Postplatz erleidet."

Besonders aufschlussreich: Der CDU-Landesverband in Sachsen hüllt sich in Schweigen. Während die Parteiführung in Berlin ständig von "Haltung zeigen" spricht, ducken sich die Verantwortlichen weg, sobald es darum geht, die Sicherheitsinteressen der eigenen Bevölkerung zu verteidigen. Dieser Vorgang zeigt einmal mehr, dass die etablierten Parteien zumindest in den oberen Führungsetagen nur dann "Prinzipien" haben, wenn es ihnen politisch in den Kram passt – nicht aber, wenn es um das Wohl der eigenen Bürger geht. Da müssen es die Politiker vor Ort richten, die näher am Menschen dran sind als die Parteieliten ganz oben.