Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Berufung auf mit dem neuen Paket vertraute Quellen berichtete, hat Biden die Bereitstellung der Militärhilfe für die Ukraine angeordnet und dabei seine "Presidential Drawdown Authority (PDA)" genutzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass die US-Regierung beschließt, Waffen an die Ukraine zu schicken, indem sie die PDA nutzt, die es dem Präsidenten erlaubt, den Transfer von überschüssigen Waffen aus US-Beständen ohne Zustimmung des Kongresses zu genehmigen.

Die von Lockheed Martin Corp. hergestellten HIMARS-Werfer haben es der Ukraine dank ihrer Genauigkeit und größeren Reichweite ermöglicht, den russischen Artillerievorteil zu verringern. Die USA haben der Ukraine bisher 16 HIMARS-Werfer im Rahmen der PDA zugesagt.

Zu den Waffen, die in den kommenden Tagen an die Ukraine geliefert werden sollen, gehören vier HIMARS-Raketenwerfer (High Mobility Artillery Rocket System), Munition, Minen und minengeschützte Fahrzeuge, so die Quellen.

Dies ist das erste militärische Hilfspaket der Vereinigten Staaten, seit vier ukrainische Regionen, nämlich Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine sowie Cherson und Saporischschja im Süden der ehemaligen Sowjetrepublik, mit überwältigender Mehrheit für den Anschluss an Russland gestimmt haben.

Die Abstimmungen fanden inmitten einer laufenden russischen Militäroperation in der Ukraine statt, die Moskau im Februar zur Verteidigung der prorussischen Bevölkerung von Donezk und Luhansk gegen die Verfolgung durch Kiew eingeleitet hatte.

Die Ankündigung vom Montag würde bedeuten, dass die USA seit Beginn der russischen Operation mehr als 16,8 Milliarden Dollar an "Sicherheitshilfe" für die Ukraine bereitgestellt haben.

Letzte Woche hatten die USA ein 1,1-Milliarden-Dollar-Waffenpaket für die Ukraine vorgestellt, das 18 HIMARS-Werfersysteme, dazugehörige Munition, verschiedene Arten von Drohnenabwehrsystemen und Radarsysteme umfasste.

Allerdings wurde das Waffenpaket von letzter Woche durch die Ukraine Security Assistance Initiative (USAI) finanziert, was bedeutet, dass die Regierung die Waffen von der Industrie beschaffen muss, anstatt sie aus den vorhandenen US-Waffenbeständen zu entnehmen.