Die Angriffe hinterließen eine Spur der Verwüstung. Ganze Straßenzüge wurden dem Erdboden gleichgemacht, Wohnhäuser in Staubwolken verwandelt. "Es war, als ob die Hölle über uns hereingebrochen wäre", berichtet der sichtlich erschütterte Ahmad Khalil, während er fassungslos auf die Trümmer seines einstigen Zuhauses blickt.
Seit Tagen tobt der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Die jüngste Eskalation forderte laut libanesischem Gesundheitsministerium bereits über 700 Menschenleben - eine Zahl, die nach dieser Nacht des Schreckens vermutlich deutlich nach oben korrigiert werden muss.
Die israelische Armee rechtfertigt ihr Vorgehen mit dem Vorwurf, die Hisbollah verstecke Waffen und Drohnen in Wohngebieten. Doch die Bilder aus Beirut erzählen eine andere Geschichte: Die von unschuldigen Zivilisten, die zwischen die Fronten geraten sind.
Joseph Bahout, Direktor des Issam Fares Instituts in Beirut, schildert die dramatische Lage vor Ort: "Die Bomben fielen die ganze Nacht. Menschen schlafen auf offener Straße, ohne Nahrung und Versorgung. Der Libanon versinkt im Chaos."
Während Israel weitere Angriffe ankündigt, schwört die Hisbollah Vergeltung. Eine Spirale der Gewalt, deren Ende nicht absehbar ist. Für die Menschen in Beirut bleibt nur die bange Frage: Was bringt der nächste Tag?
In dieser Atmosphäre der Angst und Ungewissheit suchen viele Libanesen verzweifelt nach einem Funken Hoffnung. Doch angesichts der Trümmer ihrer Stadt fällt es ihnen schwer, an eine friedliche Zukunft zu glauben.



