Wie Contra24 bereits berichtete, streben Argentinien und der Iran eine Mitgliedschaft in der BRICS-Gruppe an. Doch dies sind nicht die einzigen Staaten, die entsprechende Ambitionen haben und sich so gegen die unipolare westliche Weltordnung unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika stellen.
Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei planen, den BRICS beizutreten, bestätigte die Präsidentin des Internationalen BRICS-Forums, Purnima Anand, gegenüber der Iswestija und wies darauf hin, dass eine Diskussion und eine mögliche Entscheidung über einige Länder auf dem nächsten Gipfeltreffen der Vereinigung, das 2023 stattfinden wird, getroffen werden könnte. Laut den von der Iswestija befragten Experten sind Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei potenziell vielversprechende Kandidaten, aber ihr Beitrittsprozess wird nicht schnell gehen.
Es dürfte nicht lange dauern, bis die Türkei, Ägypten und Saudi-Arabien dem Club beitreten, sagte Purnima Anand, da diese Länder "bereits im Prozess sind". Sie fügte hinzu, es bestehe die Möglichkeit, dass die Vereinigung an der Schaffung einer neuen Weltordnung mitwirke: Verstärkung des Ressourcenaustauschs, Ausbau der Luftverkehrs-, Handels- und Finanzrouten für die neuen globalen Realitäten.
Das russische Außenministerium bestätigte gegenüber der Zeitung Iswestija, dass auf dem jüngsten Gipfel beschlossen wurde, den Prozess der Erweiterung der BRICS zu erörtern. "Nachdem ein Konsens in diesen Fragen erzielt wurde, werden alle Mitglieder entscheiden müssen, wann sie mit der Diskussion über potenzielle Kandidaten beginnen", sagte der russische Sous-Sherpa in der BRICS-Gruppe, Pawel Knjasew, der Zeitung. Er merkte an, dass Moskau das Interesse der Länder an dem Klub begrüße, dass aber noch genaue Kriterien für die Aufnahme neuer Mitglieder ausgearbeitet werden müssten.
Die Expertengemeinschaft hält die Türkei, Ägypten und Saudi-Arabien für vielversprechende Kandidaten. "Die Türkei ist Mitglied der G20, und Ägypten ist Mitglied der Neuen Entwicklungsbank. Es gibt mehrere Gründe, die Bewerbungen dieser Länder in Betracht zu ziehen, wenn sie Argentinien und dem Iran folgen", erklärte Jaroslaw Lissowolik vom russischen Komitee für internationale Angelegenheiten gegenüber der Zeitung Iswestija.
Für den US-geführten Westen wird die Luft damit weltweit immer dünner. Vor allem auch deshalb, weil eine wachsende Zahl an Staaten rund um den Globus damit ein Zeichen für eine neue multipolare Weltordnung setzt, in der es um die nationale Selbstbestimmung und nicht um die Unterordnung gegenüber den Interessen Washingtons geht.



